Ich schaue auf ein erfolgreiches Wochenende in Leipzig zurück. Das 1. Interdisziplinäre Symposium SPORTZAHNMEDIZIN hat viele Besucher angezogen. Was mich aber besonders freut, ist, dass unser Symposium große Begeisterung bei allen Teilnehmer geschaffen hat.

Gründe waren sicherlich neben dem guten Programmkonzept vor allem die hochmotovierten Referenten und der damit verbundene rege Austausch zwischen den Teilnehmern.

Das Symposium war in vier Themenblöcke unterteilt:

1. Block: Entzündungen

2. Block: Ernährung

3. Block: Funktion (CMD)

4. Block: Traumatologie

Den ersten Themenblock haben Dr. Jan Wüstenfeld (Leipzig) und Prof. Ian Needleman (London) bestritten. Dr. Wüstenfeld referierte über „Systemische Entzündungen im Sport“. Unser Ehrengast aus London konnte dies dann mit seinem Vortrag „Oral Health and Performance in Elite Athletes – From London 2012 to now“ eindrucksvoll auf die zahnmedizinischen Aspekte spezifizieren.

Im zweiten Themenblock wurden die ernährungsbedingten Einflussfaktoren auf den Sportler dargestellt. Prof. Thomas Attin (Zürich) stellte detailliert die ernährungsbedingten und nicht-ernährungsbedingten Säureschäden an Zähnen dar. Prof. Johannes Dahm (Göttingen) informierte ausgiebig über die „Grundlagen Nahrug-, Nahrungsergänzung und nutritive Leistungsoptimierung im Breiten- und Leistungssport“.

Der Block Funktion (CMD) begann mit dem Vortrag von Oliver Pütz (Köln), der als Teamarzt der deutschen Basketball Nationalmannschaft über die Schnittstelle Orthopädie und Zahnarzt referierte („Muskelverletzungen im Profisport – Meet the Dentist“). Prof. Daniel Hellmann (Würzburg) regte dann mit seinem Vortrag „Die craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) und ihre möglichen Auswirkungen im Sport“ intensiv zu kontroversen Diskussionen an.

Den Abschluss des Symosium bildeten die Vorträge von Prof. Pierre Hepp (Leipzig) und Dr. Ralf Krug (Würzburg). Prof. Hepp stellte einen aktuellen Überblick über die „Traumatologie des Bewegungsapparates im Sport“ dar. Dr. Krug fokussierte dieses Thema dann auf den Bereich der Zähne.

Ein besonderes Highlight des Symposiums war die Verleihung der Abschlusszertifikate an die Teilnehmer des Curriculums „Sportzahnmedizin“.

Mit der erfolgreich abgeschlossenen Prüfung erlangen die Teilnahmer die Berechtigung zum Führen des Tätigkeitsschwerpunktes „Sportzahnmedizin“ und damit des Titels Sportzahnarzt / Team Dentist (IASD).

Wir gratulieren allen Absolventen herzlich und wünschen Ihnen viel Erfolg in der Betreuung von Spitzensportlern.

Hinweis: Wer einen zertifizierten Sportzahnarzt sucht, findet diese auf unser Website im Bereich „Experten Finder“

Ich bedanke mich bei der DGzPRsport für das mir persönlich entgegen gebrachte Vertrauen und vor allem bei allen Teilnehmern, Referenten und Helfern für ein inspirierendes Wochenende in Leipzig.

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns auf dem 2. Interdisziplinären Symposium SPORTZAHNMEDIZIN in meiner Heimatstadt Köln 2020 wiedersehen!